Infos über Farbmäuse

Zoohandlungen

Warum sollte man im Zooladen keine Tiere kaufen?

Wenn man sich Tiere anschaffen möchte, sollte man sich als Allererstes mal genau über die Tierart, die man haben möchte, informieren.

Da du dies hier gerade liest, gehe ich davon aus, dass du genau das tust. Wunderbar! Gut gemacht!

Ich werde dir jetzt 9 Gründe aufzählen, warum man sich entweder an Züchter oder an Notfallvermittler, aber niemals an Zooläden wenden sollte, wenn man sich Tiere anschaffen möchte.

1.
Die Tiere werden als Ware gesehen und auch so behandelt. Misshandlungen der Tiere sind an der Tagesordnung. Vor Ladenöffnung werden tote Tiere aus den "Gehegen" gefischt und entsorgt. Die toten Tiere werden danach meist als Frostfutter für Reptilien weiter verkauft, um auch mit den toten Tiere noch Geld machen zu können.

2.
Weibliche Tiere sind in 80% der Fälle schwanger.
Auch, wenn die Tiere im Verkaufsraum nach Geschlechtern getrennt gehalten werden - im Lagerraum werden alle durcheinander gehalten.

3.
Die Tiere sind oft krank. Infektionskrankheiten wie Kuhpocken oder Leptospirose sind keine Seltenheit. Parasiten wie Milben oder Würmer sind meistens der Fall. Einige Arten dieser Krankheiten / Parasiten sind auch für den Menschen gefährlich.

4.
Oft sind die Tiere wegen der Misshandlungen und nicht artgerechten Haltung schwer verhaltensgestört. Bissigkeit, stereotype Verhaltensweisen wie Gitternagen oder im Kreis laufen sind nicht selten.

5.
Die Tiere aus Zooläden stammen von Zuchtfarmen (meist aus den Niederlanden). Die sehen so aus:

 

 




Die Tiere werden dort viel zu früh vom Muttertier getrennt, was zur Folge hat, dass die Tiere kaum oder gar nicht sozialisiert sind. Das wiederum führt dazu, dass Vergesellschaftungen mit Artgenossen oft unmöglich sind.

Es ist nachgewiesen, dass große Zoohandlungsketten wie Fr***, De**, Zo* und Za**, in Deutschland ihre Tiere von solchen Zuchtfarmen beziehen.

6.
Eine Beratung durch das Zooladenpersonal ist mangelhaft oder gar nicht vorhanden. Die Mitarbeiter sind normale Einzelhandlsverkäufer, wie bei Edeka oder Kaufland. Sie können eine Kasse bedienen und Ware einräumen, kennen sich aber nicht mit Tieren aus und müssen das per Gesetz auch nicht.

Das meiste Zooladenpersonal rät sogar zu strafbaren Handlungen (wie z.B. Aussetzen der Tiere, wenn sie tragend sind) oder rät zur Verwendung von vom TVT als tierschutzwidrig eingestuftes Zubehör (wie z.B. Joggingbälle und Hamsterwatte).

7.
Mit dem Kauf unterstützt man die Massenproduktion von Tieren und deren Haltung unter tierunwürdigen Bedingungen. Denn mit dem Kauf entsteht eine Nachfrage. Und auf eine Nachfrage wird mit einem steigenden Angebot reagiert.

Die Gleichung ist einfach:
Verkauft werden 5 Mäuse.
Nachbestellt werden 10 Mäuse.

Das sollte man auf gar keinen Fall unterstützen, denn so hört das niemals auf.

8.
Wenn man den Tieren in den Zooläden helfen will, sollte man diese keinesfalls freikaufen. Denn die Läden sehen nur, dass die Tiere verkauft wurden. Aus welchen Gründen, spielt keine Rolle.

Daher werden neue Tiere nachbestellt. Wenn man Montags hingeht und 4 Farbmäuse freikauft, kommt man am Mittwoch vorbei und es sitzen 6 neue im Glaskasten.

Da man nicht alle freikaufen kann, macht man die Sache nur mit jedem Kauf schlimmer.

Will man den Tiere helfen, sollte man das zuständige Veterinäramt benachrichtigen. Zudem kann man in ganz besonders schlimmen Fällen die Polizei einschalten.

Ist man sehr labil und neigt zu Mitleidkäufen, sollte man nur noch in Zooläden einkaufen, die keine lebenden Tiere verkaufen oder in Online-Shops.

9.

Diese Gründe und Angaben sind Fakt. Zum Einen weiß ich das, weil ich selbst mehrere Jahre in einem Zooladen gearbeitet habe und die Umstände kenne. Zum Anderen hat die Tierschutzorganisation PETA dies mit einem Video dokumentiert:





Wenn du jetzt einen Notfallvermittler oder einen Züchter suchst, dann schau doch mal im Züchterverzeichnis oder im Notfallvermittler-Verzeichnis.



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